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Neubau Projekt, Allgemeine Neuigkeiten

Übergabe Förderbescheid durch den bayerischen Umweltminister

Veröffentlicht: 13.07.2024
Autor: Maik Baumgarten
Maik Baumgarten & Thorsten Glauber

Förderbescheid über 360.000 EUR für Wasserrettungszentrum in Forchheim

Es ist nicht alltäglich, dass ein Verein einen Förderbescheid in Höhe von 360.000 EUR erhält und diesen persönlich vom Förderer überreicht bekommt. Wir hatten das Privileg, im Rahmen unseres geplanten Wasserrettungszentrums mit dem Leuchtturmprojekt "Wasserakademie" in Zusammenarbeit mit der Regierung Oberfranken und dem Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Freistaates Bayern, Umweltminister Thorsten Glauber sowie weitere Gäste bei einem kleinen Empfang willkommen zu heißen.

Da unser altes und zukünftiges Gelände derzeit nur eingeschränkt zugänglich ist, fand dieser besondere Nachmittag bei unseren Nachbarn, der Marine Kameradschaft, statt.

Zu den politischen Gästen zählten neben dem Minister auch die stellvertretende Landrätin von Forchheim, Rosi Kraus, und unser Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein. Aus der Regierung Oberfranken begrüßten wir zwei Vertreter, mit denen wir zusammenarbeiten und die nächsten Schritte planen werden.

Für die DLRG Bayern durften wir unseren Präsidenten Dr. Manuel Friedrich und unseren Bezirksvorsitzenden Harald Knopf empfangen.

Ein wichtiger Teil der Veranstaltung war die Anwesenheit von Mitgliedern unserer DLRG-Ortsgruppe aus verschiedenen Bereichen: Jugend, Vorstand, Einsatzkräfte, Ausbilder und verdiente Mitglieder.

Unser Vorsitzender, Maik Baumgarten, erläuterte zunächst den Anlass unseres Zusammentreffens am 12.07.2024 – die offizielle Übergabe des Förderbescheides für die geplante Wasserakademie in Forchheim.

Maik Baumgarten gab auch einen Einblick in die Entstehungsgeschichte dieser innovativen Idee. Die ersten Überlegungen begannen bereits 2017, als der Verein und seine Vorstandschaft erkannten, dass die alte Wachstation nicht mehr zeitgemäß war. Die Anforderungen an ein Vereinsheim für das Vereinsleben, die Einsatzbereitschaft in der SEG und für eine moderne Ausbildung waren enorm gestiegen. Zwischen 2018 und 2019 wurden die Pläne konkreter und der Vorstandswechsel im Jahr 2021 brachte die Notwendigkeit, die Ideen weiterzuentwickeln. Es wurden Angebote eingeholt und Finanzierungen durchgespielt.

Anlässlich unserer nachgeholten 60-Jahr-Feier im September 2022 setzten drei Personen in einer besonderen Atmosphäre den Impuls für diese Idee. Danach wurde das Projekt in einem kleinen Kreis konkretisiert und abgestimmt.

Dank der Kreativität und engen Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der Regierung Oberfranken, dem Umweltministerium und unserem Verein konnte dieser Tag realisiert werden. Unser Vorsitzender dankte in Anwesenheit des Ministers allen Beteiligten für die Zusammenarbeit, das entgegengebrachte Vertrauen und den Mut.

Der Mut, neue Wege zu beschreiten, ist essenziell, um die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Ämtern und privaten Vereinen zu fördern und zu intensivieren, insbesondere im Bildungsbereich. Diese Art der Kooperation funktioniert im Bereich der öffentlichen Sicherheit mit dem bayerischen Innenministerium unter Leitung von Dr. Joachim Herrmann bereits seit Jahrzehnten erfolgreich.

 

Das Vertrauen, dass unser Verein diese Idee erfolgreich umsetzen und als Vorbild dienen kann, ist groß. Wir streben danach, mit den uns anvertrauten Geldern verantwortungsbewusst und nachhaltig umzugehen, eine Haltung, die von allen Beteiligten als bürgerliche Pflicht angesehen wird.

Die Zusammenarbeit hat sich als herausragend erwiesen. Ein besonderer Dank gilt neben der Regierung Oberfranken und dem Umweltministerium auch der Stadt Forchheim und dem Landratsamt. Die bisherige Kooperation war exzellent, und wir hoffen, dass dieses Lob auch an die Mitarbeiter weitergegeben wird.

Maik Baumgarten informierte die Gäste über die aktuellen Fortschritte: Der Rückbau des Vereinsheims ist abgeschlossen, das Baufeld vorbereitet. Der Bauantrag ist eingereicht, und wir stehen kurz vor der Einholung von Vergleichsangeboten und dem Abschluss der Bestellung.

Das Ziel für 2024 ist die Fertigstellung des Rohbaus und die endgültige Konzeptionierung des Moduls #3, inklusive der Seminarplanung für 2025. Die Arbeit ist also noch lange nicht beendet – jetzt geht es erst richtig los. Die DLRG Forchheim muss nun beweisen, dass sie ihre Ziele nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis umsetzen kann.

Was genau wird das Wasserrettungszentrum umfassen? Es dient der Optimierung der Einsatzbereitschaft, ermöglicht interne Ausbildungen und bietet hervorragende Möglichkeiten für die Jugendarbeit. Es wird zudem ein zentraler Anlaufpunkt für Mitglieder sein.

Die Wasserakademie orientiert sich am Konzept der Wasserschulen und zielt auf Schüler der Sekundarstufe ab. Geplant sind drei Module, die über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren angeboten werden. Modul 1 befasst sich mit einem Planspiel zu Themen wie Ressourcenknappheit und Wassermangel. Es soll zu einem Dialog anregen, der zu Verständnis und Klarheit führt und zeigt, wie und warum politische Entscheidungen getroffen werden, die oft schwer nachvollziehbar sind.

Modul 2 wird einen Anhänger für Naturkatastrophenschulungen beinhalten, der im Norden Bayerns, bei der DLRG Forchheim, stationiert wird. Der erste steht bereits in Rosenheim. Auf diesem Anhänger wird eine Modelllandschaft gezeigt, die geflutet werden kann, um zu veranschaulichen, wie Hochwasser entsteht und was dagegen unternommen werden kann.

Das DLRG-Modul umfasst grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen und Themen aus der Wasserrettung speziell für Jugendliche. Ein wesentlicher Bestandteil ist zudem die Aufklärung über die Gefahren bei Hochwasser. In die inhaltlichen Überlegungen ist auch ein Outdoor-Spiel oder ein Bluecache (Geocaching am Wasser) einbezogen, das jedoch noch nicht endgültig ausgearbeitet ist.

Es ist die Aufgabe der DLRG, diese Module im Laufe des Jahres durchzuführen und aktiv für die Idee zu werben.

Minister Thorsten Glauber sprach ebenfalls über die drei Themenmodule. Er betonte, dass wir in Bayern zukünftig verstärkt mit extremen Wetterbedingungen rechnen müssen. Auf Phasen der Dürre könnten in bestimmten Regionen Hochwasser und Starkregen folgen. Es ist wichtig, die Bürger für diese Thematik zu sensibilisieren und aufzuklären. Bereits mit einfachen Maßnahmen könne die Sicherheit für die Menschen deutlich erhöht werden. Er wies beispielsweise darauf hin, dass man bei Hochwasser nicht in den Keller gehen sollte. Viele Menschen hätten leider auch in diesem Jahr die Erfahrung machen müssen, dass dies lebensgefährlich sein kann.

Da insbesondere Starkregenereignisse überall auftreten könnten, sei es nicht überall möglich, bauliche Maßnahmen zum Schutz zu ergreifen. Wenn die Menschen sich allerdings mit möglichen Gefährdungen durch Naturkatastrophen auseinandersetzen würden, sei für den Ernstfall bereits viel gewonnen.

Der Minister drückte dabei auch seinen persönlichen Dank an alle aus, die als Helferinnen und Helfer in Notfallsituationen anderen Menschen oft auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens zur Hilfe kommen. Auch dankte er allen, die die Idee des Wasserrettungszentrums in Forchheim unterstützt  und das Projekt damit zum Leben erweckt hätten.

Auch wir, der Ortsverband Forchheim, möchten unseren aktiven Mitgliedern danken, für das, was in den letzten 64 Jahren geleistet wurde und das, was wir als Team und Gemeinschaft zukünftig leisten werden.

Abschließend richtete der Präsident des Landesverbandes Bayern lobende Worte an alle Beteiligten. Er zeigte sich erfreut über die Aussicht, dass dieses Projekt beispielgebend wirken könnte und dass der DLRG Bayern zukünftig auch mit anderen Ministerien enger und vertrauensvoller zusammenarbeiten darf.

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